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Republik im westlichen Südamerika zwischen Ecuador und Kolumbien im Norden, Brasilien im Osten und Bolivien und Chile im Süden, 1 285 216 km², 27,9 Mio. vorwiegend katholische Einwohner, Hauptstadt Lima, Amtssprachen Spanisch und Ketschua.
Land und Leute
Peru steigt von einer 80–190 km breiten und 2 300 km langen wüstenhaften Küstenebene (Costa) mit Bewässerungsoasen ins Andenhochland (Sierra) an, das in mittleren Höhen tropisches Gebirgsklima zeigt und am dichtesten besiedelt ist. Jenseits der Kordillere (Montaña) mit dem Quellgebiet des Marañon hat Peru Anteil am Amazonas-Tiefland. Je nach Höhe und klimatischen Gegebenheiten variiert die landwirtschaftliche Nutzung von Zuckerrohr und Baumwolle über Kartoffel- und Getreideanbau bis zur Viehwirtschaft. Daneben spielen der illegale Kokaanbau, der Bergbau (Kupfer, Eisen, Zink, Blei, Silber u. a.), die Erdölgewinnung und der Fischfang eine Rolle; die Industrie ist wenig entwickelt. Peru ist geprägt von sozialen Konflikten zwischen der dünnen weißen Oberschicht (12 %) und den besitzlosen Indianern und Mestizen.
Geschichte
Als 1532 die Spanier unter F. Pizarro in Peru landeten, trafen sie auf den mächtigen Inka-Staat, den sie unterwarfen und kulturell auslöschten. Vom Vizekönigreich Peru, das zunächst das ganze spanische Südamerika umfasste, wurden später Neu-Granada (1718), Rio de la Plata (1776) und Chile (1778) abgetrennt, sodass das heutige Kerngebiet übrig blieb. Es wurde 1820 unabhängig. Peru schlug einen spanischen Versuch der Rückeroberung 1866 ab, unterlag aber 1883 im Konflikt mit Chile, an das die Salpeterprovinz Tarapacá und Arica verloren gingen. Es folgten immer wieder diktatorische Regime; nach 1945 wechselten Regierungen der sozialdemokratischen Allianza Popular (APRA, u. a. 1962/63) und der Acción Popular (AP, u. a. 1980–85) mit Militärjuntas (u. a. 1968–75), die allerdings selbst zunehmend nach links tendierten und u. a. amerikanische Öl- und Bergbaugesellschaften nationalisierten. Der daraus folgende Konflikt mit den USA brachte schwere wirtschaftliche Probleme und ein Massenelend, das die Terrorgruppe "Leuchtender Pfad" ebenso nutzte wie die Drogenmafia. In den 1990ern wurde unter Fujimori die Wirtschaft saniert und der Terrorismus zurückgedrängt. Trotzdem lebt, auch unter seinen Nachfolgern, ein großer Teil der Bevölkerung immer noch in Armut.